26.04.2021
Glaukom

Neues minimalinvasives OP-Verfahren eingeführt

Erster universitärer Standort

Prof. Dr. Verena Prokosch-Willing, Foto: Klaus Schmidt
Prof. Dr. Verena Prokosch-Willing, Foto: Klaus Schmidt

Das Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln ist die erste universitäre Einrichtung, die den Hydrus Mikroshunt als minimalinvasive OP-Methode zur Behandlung von Glaukomen eingeführt und zertifiziert hat. Das Glaukom ist eine der häufigsten Ursachen für irreversible Erblindung in der westlichen Welt. Die bislang einzige evidenz-basierte Therapie, um die Erkrankung zu stoppen, ist die Senkung des Augeninnendrucks. Reichen Tropfen nicht aus, erfolgt oft eine Operation – wobei minimalinvasivere Methoden mit wesentlich kürzerer Heilphase und weniger Komplikationen auf dem Vormarsch sind.

Der neue Mikrostent weitet als sogenannter trabekulärer Stent das physiologisch bestehende Trabekelmaschenwerk. Metaanalysen haben gezeigt, dass er bei der Drucksenkung die besten Ergebnisse erzielt. Die American Academy of Ophthalmology bewertet den Stent in ihren Guidelines als operatives drucksenkendes Verfahren  mit „Starker Empfehlung“ – der höchsten bisherigen Empfehlung für minimalinvasive Implantate. Seit Ende März ist die Augenheilkunde der Uniklinik Köln nun zertifiziertes universitäres Zentrum für die Implantation des Stents. „Wir freuen uns, unseren Patienten dieses neue erfolgsversprechende Verfahren anbieten zu können“, sagt Univ.-Prof. Dr. Verena Prokosch-Willing, Oberärztin und Leiterin der AG Neuroprotektive- und regenerative Behandlung bei Glaukom.

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