10.07.2020
Forschung

Gründung des Glaucoma Imaging Center University of Cologne

Einfluss verschiedener Glaukomoperationen auf Verfahren zur Glaukombildgebung identifiziert

Priv.-Doz. Dr. Philip Enders und Dr. Caroline Gietzelt, Foto: Michael Wodak
Priv.-Doz. Dr. Philip Enders und Dr. Caroline Gietzelt, Foto: Michael Wodak

Das neu gegründete Glaucoma Imaging Center University of Cologne (GICC) unter Leitung von Priv.-Doz. Dr. Enders nimmt dem wissenschaftlichen Fokus der bestehenden Arbeitsgruppe zur Glaukommorphometrie auf. Neben der Erforschung der OCT-basierten Glaukombildgebung unterstützt das GICC alle Bereiche der Augenklinik in Fragen der bildgebenden Glaukomdiagnostik und trägt zur Qualitätssicherung bei. 

In einer aktuellen Publikation konnten Priv.-Doz. Dr. Philip Enders und Dr. Caroline Gietzelt vom Zentrum für Augenheilkunde zeigen, dass eine Augeninnendrucksenkung nach Operation mit einem Glaukomdrainageimplantat zu einer klinisch bedeutsamen Veränderung der Nervengewebsvermessung in der Optischen Kohärenztomographie (OCT) des Sehnerven führt. Die Zunahme der Nervenfaserndicke scheint dabei keine echte Verbesserung darzustellen, sondern auf eine Schwellung der Nervenfasern zurückzuführen zu sein. Diese kann mehr als zwei Jahre anhalten und erschwert die klinische Verlaufsbeobachtung und sichere Erkennung einer neuen Erkrankungsprogression. Die Kölner Arbeitsgruppe konnte diese Effekte auch bei anderen Operationsverfahren zeigen. Für die hochrangige Veröffentlichung der Ergebnisse nach Trabekulektomie wurde Dr. Gietzelt mit dem Glaukomforschungspreis der Deutschen Opthalmologischen Gesellschaft 2019 ausgezeichnet.

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