Studie: Olisens-Precon

Antisense-Oligonukleotid Augentropfen gegen IRS-1 zur Optimierung der Lymphangioregression vor einer Hochrisikohornhauttransplantation

Ein Verlust der Hornhauttransparenz führt zur Erblindung und ist weltweit die zweithäufigste Ursache für Blindheit. Die Therapie der Wahl bei Hornhautblindheit ist die Hornhauttransplantation. Bei Transplantaten, die Empfängern ohne krankhafte Hornhautgefäße eingesetzt werden, ist das Risiko einer Abstoßungsreaktion gering. Transplantate, die jedoch Empfängern mit krankhaften Hornhautgefäßen (z.B. nach Infektion mit Herpesviren) eingesetzt werden, zeigen hohe Abstoßungsraten von über 50% und werden daher als "Hochrisikohornhauttransplantation“ bezeichnet. Herpesvirus-Infektionen gehören zu den häufigsten Ursachen für eine Hornhautneovaskularisation.

Studien und Erfahrungsberichte zeigen, dass ein Rückgang krankhafter Hornhautgefäße vor einer Hornhauttransplantation das spätere Transplantatüberleben deutlich verbessert.

Dies kann durch verschiedene Verfahren erfolgen, z.B. durch eine Verödung der Gefäße mit Strom oder eine UV-Bestrahlung (Crosslinking). Im Kontext dieser Studie erhalten die Studienteilnehmer eine Behandlung mittels so genanntem Crosslinking, um die Blutgefäße in der Hornhaut zu reduzieren. Das Crosslinking ist ein seit Jahren für andere Erkrankungen zugelassenes Stabilisierungsverfahren der Hornhaut und ist in der Regel risikoarm und gut verträglich. Neben der Hornhautstabilisierung konnte in vorherigen Studien ebenfalls ein Rückgang von krankhaften Hornhautgefäßen nach erfolgter Behandlung beobachtet werden.

In dieser klinischen Studie wird die Wirkung neuartiger Augentropfen namens Olisens zusätzlich zur Crosslinking-Behandlung untersucht, welche die Blutgefäße in der Hornhaut reduziert, Entzündungsaktivität reguliert und die Bildung neuer Gefäße verhindert. Dies ist besonders wichtig vor einer Hornhauttransplantation, da dies zu einer verbesserten Überlebensrate des Transplantats führen kann. Bisher gibt es jedoch nur begrenzte Daten, um diese Augentropfen als Standard in der klinischen Praxis zu etablieren.

Die wichtigsten Fakten

  • Zielgruppe: Patientinnen und Patienten mit krankhaften Hornhautgefäßen aufgrund von Herpesviren, bei denen eine Hornhauttransplantation ansteht
  • Zeitraum: 6 Monaten nach Einschluss. Es finden in diesem Zeitraum 7 Besuche (Visiten) am Studienzentrum statt
  • Die Gesamtlaufzeit der Studie ist für 18 Monate angesetzt
  • Studienstandort: Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln

Teilnahmevoraussetzungen

Ob Sie an dieser klinischen Prüfung teilnehmen können, ist von den Ergebnissen der Voruntersuchungen abhängig, die vor Studienteilnahme im Rahmen der klinischen Routine erhoben werden.

Häufige Fragen (FAQ)

Entstehen Kosten?

Die Kosten für die Behandlung inklusive der Nachsorge der bei Ihnen vorliegenden, behandlungsbedürftigen Erkrankung sind gedeckt, Ihnen oder Ihrer Krankenkasse entstehen diesbezüglich keine zusätzlichen Kosten.

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Kann ich die Teilnahme jederzeit beenden?

Ihre Teilnahme an dieser klinischen Prüfung ist freiwillig und kann jederzeit beendet werden. Sie werden in diese Prüfung also nur dann einbezogen, wenn Sie dazu schriftlich Ihre Einwilligung erklären. Sofern Sie nicht an der klinischen Prüfung teilnehmen oder später aus ihr ausscheiden möchten, erwachsen Ihnen daraus keine Nachteile.

Kontakt

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E-Mail augenklinik-studien@uk-koeln.de
Telefon +49 221 478-4308 (Studienzentrum)