04.11.2021
Ehrung

Prof. Heindl erhält Leonhard-Klein-Preis

Höchstdotierter Forschungspreis der deutschen Augenheilkunde

Prof. Dr. Dr. Ludwig Heindl, Foto: Michael Wodak
Prof. Dr. Dr. Ludwig Heindl, Foto: Michael Wodak

Univ.-Prof. Dr. Dr. Ludwig Heindl, Leiter des Schwerpunkts für Ophthalmoonkologie und Ophthalmoplastische Chirurgie am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln, ist auf der Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft mit dem Leonhard-Klein-Preis 2021 ausgezeichnet worden. Er erhält den mit 15.000 Euro höchstdotierten Forschungspreis in der deutschen Augenheilkunde für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Verbesserung der laser-gestützten, minimal-invasiven Tränenwegchirurgie. Durch Fortschritte in den Bereichen Endoskopie und Laserchirurgie konnte Prof. Heindl in den letzten Jahren zwei neue Bypassverfahren zur Behandlung von Tränenwegstenosen, einer Verengung der ableitenden Tränenwege, mit hervorragenden Erfolgsraten entwickeln.

Bei der transkanalikulären laser-assistierten Dakryozystorhinostomie führt der Operateur eine Laserfaser über die Tränenwege ein und schafft mittels Laserenergie unter nasenendoskopischer Kontrolle ein knöchernes Ostium zur Nase hin. In der transkarunkulären laserassistierte StopLoss-Lester-Jones-Röhrenchirurgie führen die Experten die Laserfaser über eine karunkuläre Inzision ein und lasern ein knöchernes Ostium zur Nase hin, anschließend wird ein Pyrexglasröhrchen individuell vermessen und implantiert. Beide Verfahren vermeiden einen ästhetisch störenden Hautschnitt im Bereich des Gesichtes der Betroffenen.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Prof. Heindl ein national wie international renommiertes Aushängeschild im Bereich der Tränenweg- und Augentumorchirurgie an der Uniklinik Köln haben. Dass er den Preis nach 2017 bereits zum zweiten Mal erhalten hat, ist ein besonderer Erfolg,“ gratuliert Univ.-Prof. Dr. Claus Cursiefen, Direktor des Zentrums für Augenheilkunde an der Uniklinik Köln.

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