Vergrößernde Sehhilfen

Anmeldung

Abteilung Orthoptik, Sekretariat Ilse-Brit Weinand
Telefon +49 221 478-4324

Beratung durch

Beate Prinz
Orthoptistin, Augenoptikerin

Katja Geiger
Orthoptistin, Augenoptikerin, Spezialistin zur Anpassung von vergrößernden Sehhilfen und Low Vision Beratung

Sprechstunde für

  • Anpassung optischer und elektronischer Sehhilfen
  • Beratung über das richtige Licht bei Sehbehinderung
  • Beratung zu medizinischen Brillentönungen (Kantenfiltergläser)
  • Information über weitere integrative Massnahmen wie Frühförderung, Sehbehindertenschulen, Berufsförderungswerke, Rehabilitationstraining, Integrationsfachdienst, Sehbehindertenverbände, Hilfsmittelanbieter, Hörbüchereien
Informationen zur Sprechstunde

Die häufigste Frage, die bei der Beratung von vergrößernden Sehhilfen gestellt wird, ist: Mit meiner Brille kann ich nicht mehr lesen, können Sie mir nicht eine stärkere Brille verordnen? Warum ist es nicht immer so einfach und was beinhaltet eine Beratung von Vergrößernden Sehhilfen?

Eine Brille wird verordnet bei Kurz-, Weit- oder der Alterssichtigkeit. Durch die Gläser wird das einfallende Licht so abgelenkt, dass der Brennpunkt oder das Bild unserer Umwelt genau auf die Netzhautmitte fällt, denn nur dort wird es scharf abgebildet. Was aber, wenn eine Augenkrankheit dazukommt und zum Beispiel durch eine Netzhauterkrankung das Bild nicht mehr scharf abgebildet werden kann, Ausfälle im Bild oder Verzerrungen dazukommen? Dann ist eine zusätzliche Vergrößerung des Bildes erforderlich.

Eine Vergrößerung kann erreicht werden durch optische Gläser als Lupen oder Lupenbrillen. Oft ist richtiges Licht zusätzlich erforderlich, um einen möglichst hohen Kontrast zu erreichen. Reichen optische Hilfsmittel hinsichtlich der Vergrößerung nicht aus, bieten elektronische Sehhilfen weitere Möglichkeiten. Das elektronische Bildschirmlesegerät und elektronische Kleingeräte können bei starker Reduktion der Sehschärfe meistens wieder eine Lesefähigkeit ermöglichen. Für die Ferne gibt es "einäugige" Ferngläser, die durch eine kurze Bauweise und ein geringes Gewicht leicht mitgenommen werden können.

Manche Augenerkrankungen provozieren eine Blendung, die medizinische Tönungen erforderlich machen. Hier wird nicht, wie bei Sonnenbrillen nur die einfallende Lichtmenge reduziert, sondern der Spektralbereich der Lichtbreite verändert. Diese Gläser nennt man Kantenfiltergläser.

Alle Sehhilfen und Kantenfiltergläser müssen von den Patienten selbst ausprobiert werden, denn jedes Auge unterscheidet sich mit seiner Erkrankung in der Wahrnehmung von Lesetext und der Umwelt.

Oft gibt es noch weitere Schwierigkeiten, die wir selbst nicht abdecken können. Zum Beispiel was ist die richtige Vergrößerungssoftware für meinen PC? Wie komme ich mit meiner Sehbehinderung sicher über die Straße? Wie kann ich meinen Arbeitsplatz mit Sehbehinderung erhalten?

Gerne nennen wir Ihnen professionelle Ansprechpartner, wenn die Probleme über eine Sehhilfe hinausgehen.

Bitte bringen Sie mit

  • Überweisungsschein beziehungsweise Berechtigungsschein von Ihrem Augenarzt (vom Quartal Ihres Besuches)
  • Die letzten Brillen/Kontaktlinsen, beziehungsweise Brillenpass/Kontaktlinsenpass (auch wenn Sie diese momentan nicht tragen), Brillen mit Spezialtönungen
  • Bereits vorhandene vegrößernde Sehhilfen (zum Beispiel Lupen)
  • Bei Kindern: Schulbücher/-hefte zum Lesen und Schreiben, Stiftemäppchen
  • Eventuell Schriftstücke, die Sie selbst gerne wieder lesen möchten
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